12.05.2012

Sieben Blau-Weiße beim Jubiläumslauf dabei

Glücklich im Ziel (Foto: unbekannt)

Insgesamt rund 16.000 Teilnehmer auf den verschiedenen Strecken konnte die Jubiläumsauflage des Rennsteiglaufes verzeichnen. Sogar der Teilnehmerrekord aus den Anfangsjahren der Rennsteiglaufgeschichte – 1975 wurden 2.510 Läuferinnen und Läufer auf der langen Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld gezählt – wurde überboten. Dank der Halbmarathondistanz und der Nordic Walking-Strecke von 17 km ist der Rennsteiglauf heute auch ein Ereignis für diejenigen, die sich die Ultradistanz von 72,6 km nicht zutrauen.

Burkhard und Irina, bisher mehrfache Marathonteilnehmer am Rennsteig, trauten sich in diesem Jahr auf die lange Strecke – eine gemeinsam gemeisterte Premiere, die knapp über 10 Stunden dauerte. Dazu gehört nicht nur eiserner Willen, sondern auch eine umfassende und zeitintensive Vorbereitung.

Rosi, Detlef, Jörg und Martina nahmen wie rund 6.000 andere Läufer die Halbmarathondistanz unter die Füße, Susanne mit Unterstützung ihrer Stöcke die Nordic Walking Distanz von 17 km. Jörg lief dabei seinen ersten Halbmarathon, er erreichte das Ziel in durchaus beachtlichen zweieinhalb Stunden, vor allem aber überglücklich und vom Lauferlebnis total begeistert. Rosi und Detlef waren zwar in unterschiedlichen Blöcken gestartet, kamen aber fast auf die gleiche Zielzeit. Martina konnte sich ihren Wunsch, unter zwei Stunden ins Ziel zu kommen, ebenfalls erfüllen. Der Lauf wurde bei morgentlicher Kühle gestartet und auch im „schönsten Ziel der Welt“ Schmiedefeld war es mittags mit um die 10 Grad nicht wirklich warm. Dennoch blieb es trocken und im Vergleich zum gewittrigen, schwül warmen Vortag war es optimales Laufwetter. Der Rennsteig kennt auch Nebeltage und so ist es nicht als selbstverständlich hinzunehmen, dass man beim Laufen auch die Aussichten genießen konnte.

Irina und Burkhard bei Laufvorbereitungen (Foto: unbekannt)

Die Veranstalter hatten zum 40. Jubiläum viel Sportprominenz – darunter ehemalige DDR-Aktive wie Täve Schur, Marlies Göhr und Rolf Beilschmidt – eingeladen, die als VIP-Team ebenfalls auf die Strecke gingen. Dennoch lebt der Rennsteiglauf von der Masse der Sportbegeisterten und Rennsteiglaufenthusiasten der näheren und ferneren Umgebung. So spricht für sich, dass bei den Laufdistanzen fünf von sechs Siegern Lokalmatadoren aus Thüringen waren, lediglich den Supermarathon konnte eine Österreicherin für sich entscheiden. Ein großes Lob geht an die Veranstalter für die reibungslose Durchführung, die wie immer vieler fleißiger Hände bedurfte. Eines aber zum Schluss: Wenn wir zum 50. Rennsteiglauf wiederkommen, dann wollen wir aber ein Jubiläums-T-Shirt erwerben – davon gab es nämlich diesmal eindeutig zu wenige.

M. Splittgerber

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Ergebnis
Strecke Name AK Zeit Platz AK Platz m/w
72,6 km Irina Strobach W 50 10:04:16 h 69 320
72,6 km Burkhard Strobach M 50 10:04:16 h 375 1868
21,1 km Martina Splittgerber W 45 1:55:35 h 36 194
21,1 km Rosi Bohm W 55 2:12:07 h 36 738
21,1 km Detlef Bohm M 60 2:12:48 h 134 2818
21,1 km Jörg Drozdzynski M 50 2:35:36 644 3713
17 km NW Susanne Drozdzynski W 45 2:55:21 127