14.10.2006

29. Harzgebirgslauf

Das Schloss Wernigerode war an diesem Oktoberwochenende entgegen allen Wettervoraussagen zumeist in grauen Nebel gehüllt, was allerdings der Attraktivität des Harzgebirgslaufes keinen Abbruch tat. Die Dahlewitzer hatten die Teilnahme an der Laufveranstaltung außerdem mit einem Wochenendausflug nach Wernigerode verbunden. So war am Vortag noch ausreichend Zeit für einen Stadtbummel, um die wunderschön wieder hergerichteten Fachwerkhäuser in den engen Gassen der Altstadt zu besichtigen.

Zum Start des Laufes an der Himmelpforte im Stadtteil Hasserode (dort, wo das gleichnamige Bier herkommt) nieselte es dann sogar. Die vier Teilnehmer aus Dahlewitz hatten sich für die mittlere Strecke von 22 km entschieden, da nur 11 km Laufvergnügen zu wenig gewesen wären, die 42,2 km über den Brocken jedoch den absoluten Ausdauerfreaks vorbehalten bleiben.

Eingefleischte Brocken-Marathonis sollen die 22 km-Strecke ja zuweilen als „Kinderlauf“ bezeichnen, dennoch sind auch auf dieser Strecke einige Höhenmeter zu absolvieren, welche vor allem die damit weniger vertrauten „Flachländer“ außer Atem bringen. Es geht zunächst auf etwas welliger Strecke von Wernigerode nach Ilsenburg. Schon der 1797 geborene Dichter Heinrich Heine ließ sich von der landschaftlichen Schönheit des Ilsetales verzaubern und so ist der Wanderweg, in den die Laufstrecke nun mündet, ihm zu Ehren benannt. Während die Marathonis dem „munteren Mädchen“ Ilse weiter folgen, biegt die kurze Strecke nach links ab. Es folgt ab Kilometer neun ein zwar nicht unbezwingbarer, aber durchaus anspruchsvoller Anstieg bis zu den Paternosterklippen. Meint man, schon oben zu sein, kommen garantiert die nächste Biegung und der nächste Anstieg. Wie mag es wohl den Brocken hinauf erst sein? Es bedarf – hoffentlich auch für die Bergläufer – einiger Anstrengung, bevor es dann, immer auf wunderschöner Strecke durch den Herbstwald, bergab ins Ziel „rollt“.

Der Lauf gehört völlig zu recht zu den schönsten Volkssportläufen in Deutschland, so auch das einhellige Urteil der Teilnehmer aus Dahlewitz. Es geht vergleichsweise gemütlich und familiär zu – und im Ziel gibt es sogar das schon erwähnte Bier. Am nächsten Tag wartet im übrigen eine weitere Attraktion auf die zermarterten Läuferbeine: Der Frühstückslauf am Sonntagmorgen zum Schloss hinauf, lockere 3 km, wird mit einem Gläschen Sekt belohnt!

M. Splittgerber
Teilnehmer / Ergebnisse der 22km Strecke
Name AK Zeit in h
Lutz-Peter Rohde M 40 1:59:08
Martina Splittgerber W 40 2:06:03
Detlef Bohm M 55 2:12:40
Rosi Bohm W 50 2:20:12