20.04.2026

Das „polnische Grenzwunder“ in Eisenhüttenstadt

Was für ein Saisonfinale! Die erste Herrenmannschaft der Abteilung Tischtennis hat zum Abschluss der Verbandsliga-Saison mehr Kilometer und Nerven verbraucht als ein durchschnittlicher Pendler auf der A13. Am Ende eines denkwürdigen 18. April 2026 steht fest: Dahlewitz ist die viertbeste Mannschaft in der Brandenburgliga!

Akt I: Das „polnische Grenzwunder“ in Eisenhüttenstadt (7:7)

Ab 11:00 Uhr schlug Dahlewitz in Eisenhüttenstadt auf. Der Gastgeber, aktuell Tabellenzweiter, überließ nichts dem Zufall und bot gleich drei polnische Gastspieler (Bartoszewski, Koscielniak, Mik) auf. Man hätte fast meinen können, die Oder-Brücke sei direkt in die Sporthalle verlegt worden.

Die Anfangs-Duselei: In den Doppeln schnappten sich Beckmann/Hess den Punkt gegen Ledwig/Mik , während Harbsmeier/Martinowski gegen das polnische Duo Bartoszewski/Koscielniak eher wie Touristen wirkten (0:3).

Einzel-Wahnsinn: Jens Beckmann zeigte gegen den Spitzenspieler des Gastgeber Bartoszewski, wer der Herr im Haus ist, und siegte mit 3:1.

Drama pur: Eric Hess und Marvin Harbsmeier lieferten sich Fünf-Satz-Schlachten, bei denen die Zuschauer das Atmen vergaßen.

Das gerechte Ende: Nach vier Stunden Kampf trennte man sich friedlich mit 7:7. Ein Punkt gegen den Vize-Meister? Das nimmt man mit!

Station 2: Abend-Drama in Cottbus (8:6-Sieg)

Akt II: Abendschicht beim „Energie-Riesen“ Cottbus (8:6)

Kaum war der Puls in „Hütte“ unter 180, ging es weiter zur SG Automation Cottbus. Die Cottbuser, immerhin Vorjahreszweiter, warteten schon ungeduldig auf ihre Gäste.

  • Blitzstart: Beckmann/Hess überrollten ihre Gegner im Doppel mit 3:0. Ein Start nach Maß, während die Beine der Dahlewitzer eigentlich schon „Feierabend“ riefen.
  • Die Fünf-Satz-Folter: Wer Herztabletten brauchte, war hier richtig. Gleich fünf Partien wurden erst im fünften Satz entschieden.
  • Der Krimi-König: Besonders dramatisch wurde es bei Paul Martinowski, der gegen Sebastian Floth im zweiten Satz ein episches 17:19 hinlegte. Er verlor zwar knapp, aber die Moral war ungebrochen.
  • Der goldene Abschluss: Um Punkt 20:00 Uhr machte Eric Hess den Sack zu. In einem nervenaufreibenden 3:2 gegen Dominus sicherte er den 8:6-Gesamtsieg.
  • Der Matchwinner: Jens Beckmann fegte durch seine Einzel, als hätte er gerade erst angefangen und nicht schon sieben Stunden Wettkampf in den Knochen. Stark vom Senior der Mannschaft.
  • Die Mannschaft verabschiedet sich in die Sommerpause. Gerüchten zufolge werden die Schläger jetzt erst einmal gegen Grillzangen getauscht – die sind leichter und man muss dabei weniger laufen. Glückwunsch zu einer starken Saison!
  • Hattet ihr nach dem 8:6 in Cottbus eigentlich noch genug Kraft für eine Siegesfeier oder sind alle direkt im Auto eingeschlafen?

Stephan Klein

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