02.04.2026

Tischtennis Brandenburgliga: Dahlewitz punktet doppelt – 8:6 Sieg am Vormittag, 7:7 Krimi am Nachmittag

Dahlewitz, 28. März 2026 – Zwei Spiele, drei Punkte, 14 Kaffee, 38 Netzroller und ein paar graue Haare mehr:

Die 1. Mannschaft des SV Blau‑Weiß Dahlewitz bot am Samstag einen Tischtennistag, der mit sieben Stunden Hallenluft irgendwo zwischen Sportglanz, Slapstick und psychologischem Belastungstest rangierte. Für die Zuschauer war es beste Unterhaltung – für die Spieler phasenweise eher ein Studium der Nervenfestigkeit.

Vormittagsspiel: 8:6 gegen Finow II – solide, spannend und punktreich

Im ersten Duell des Tages erwischte Dahlewitz einen ordentlichen Start. Nach ausgeglichenen Doppeln (1:1) übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle über das Geschehen.

Jens Beckmann spielte wie immer in der Zen‑Meister‑Version seiner selbst und steuerte zwei wichtige Einzelsiege bei.
Marvin Harbsmeier war ebenfalls doppelt erfolgreich und ließ besonders beim späteren 3:0 gegen Kirsten wenig Raum für Spannung – sehr zur Erleichterung der Teamkollegen.

Auch Eric Hess und Paul Martinowski trugen entscheidend zum Punktesammeln bei, wobei Paul phasenweise wirkte, als würde er erst nach jedem zweiten Satz vollständig hochfahren – aber sobald die Betriebstemperatur stimmte, punktete er zuverlässig.

Obwohl Finow zum 8:6 noch einmal gefährlich nah herankam, behielten die Dahlewitzer die Nerven und brachten den verdienten Heimsieg ins Ziel.

Endstand: 8:6

Nachmittagsspiel: 7:7 gegen Finow I – ein Krimi, den keiner bestellt, aber alle gesehen haben

Nach einer sehr kurzen Pause (gefühlt etwa so lang wie ein Aufschlag von Eric) ging es gegen die deutlich stärker besetzte Erstvertretung des TTC Finow Eberswalde. Und Dahlewitz startete furios: Beide Doppel gingen an die Gastgeber, darunter ein beeindruckendes Comeback von Harbsmeier/Martinowski nach 0:2‑Rückstand. Die Halle war hellwach – die Gegner vermutlich weniger.

Eric Hess erwischte einen Sahnetag und gewann seine ersten beiden Einzel stark – in Spielsituationen, in denen andere Spieler bereits den Notfallknopf fürs Timeout suchen würden. Erst im dritten Einzel machte ihm die Verlängerung einen Strich durch den perfekten Dreierpack.

Marvin Harbsmeier bestätigte seine Tagesform und holte erneut zwei Einzelsiege. Mit dem 3:0 über Toll setzte er ein klares Zeichen: Wenn Marvin einmal im Flow ist, braucht der Gegner mehr als nur gute Vorsätze.

Reno Gläser, am Nachmittag ins Team gerückt, brachte mit einem starken 3:1 gegen Toll einen äußerst wichtigen Punkt ein. Seine kämpferische Leistung zeigte, dass die Tiefe im Dahlewitzer Kader durchaus einen Nutzen hat – und zwar nicht nur, wenn jemand Kuchen mitbringt.

Zwischenzeitlich führte Dahlewitz mit 6:4, doch Finow ließ nicht locker. Am Ende musste sich Gläser im letzten Einzel Giltsch geschlagen geben, wodurch die Partie verdient in einem 7:7‑Remis endete.

Tagesfazit

Die Mannschaft sicherte drei wertvolle Punkte für den vierten Tabellenplatz und zeigte dabei Kampfgeist, Teamspirit, punktuelle Brillanz und gelegentliche Ausflüge ins spontane Chaos. Es war ein Spieltag, der alles bot, was Tischtennis so herrlich unberechenbar macht:

  • starke Leistungen,
  • nervenaufreibende Fünfsatzduelle,
  • Comebacks,
  • Verstimmung über Netzroller (oft),
  • und jede Menge Spannung.

Kurz: Es war alles dabei.

Ein rundum gelungener Heimspieltag also … zumindest für Dahlewitz.
Für die Nerven der Fans eher so mittel.

Stephan Klein

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