16.04.2026
Montag ist Aufstiegstag
Dahlewitz VI gewinnt 11:3 in Rangsdorf und vergisst dabei komplett die Kreisklasse
Rangsdorf.
Montagabend. Andere liegen auf der Couch, diskutieren über Serien oder suchen den zweiten Socken. Die 6. Mannschaft des SV Blau‑Weiß Dahlewitz hingegen beschließt: „Ach komm, steigen wir halt auf.“ Gesagt, getan. Mit einem satten 11:3‑Auswärtssieg bei Lok Rangsdorf IV wurde der Aufstieg in die 2. Kreisklasse perfekt gemacht – ganz ohne Drama, dafür mit viel Spielfreude und noch mehr guter Laune.
Kurz gesagt: Die Sechste kam, sah – und blieb eine Liga höher.
Doppel: Dramaturgie muss sein
Um keinen falschen Eindruck zu hinterlassen, begann Dahlewitz VI ganz sportlich mit einem verlorenen Doppel. Dirk Begner und Jan Harmsen sorgten damit für einen Hauch Spannung – man will den Gastgeber schließlich nicht frühzeitig demotivieren.
Anschließend übernahmen Janine Kersten und Heike Graßhoff die Regie und stellten mit einem 3:1‑Sieg die natürliche Ordnung wieder her. Ab diesem Moment war allen klar: Heute wird nicht diskutiert, heute wird aufgestiegen.
In den Einzeln übernahm Dahlewitz endgültig das Kommando.
Heike Graßhoff zeigte sich spielfreudig und nervenstark, gewann enge Partien mit viel Übersicht und bewies eindrucksvoll, warum sie in dieser Saison zu den verlässlichsten Punktelieferanten der Mannschaft zählt.
Dirk Begner lieferte sich gleich mehrere Abnutzungskämpfe, gewann wichtige Spiele in knappen Situationen und war gefühlt überall gleichzeitig. Wenn es lange Ballwechsel gab – Begner war beteiligt.
Janine Kersten sammelte Punkte wie andere Leute Pfandflaschen: unspektakulär, zuverlässig und am Ende mit ordentlichem Ertrag.
Jan Harmsen bewies Kampfgeist bis zum letzten Ballwechsel, hielt dem Druck stand und punktete genau dann, wenn es nötig war.
Lok Rangsdorf IV kämpfte tapfer, wurde aber zunehmend von der Dahlewitzer Konstanz zermürbt
Quelle Archiv Abt. Tischtennis
Saisonfazit: Man wollte ja eigentlich nur spielen
Der Aufstieg ist selbstverständlich völlig zufällig passiert. Eigentlich wollte man nur nette Abende verbringen, ein bisschen Tischtennis spielen und danach überlegen, was man isst. Dass dabei am Ende die 2. Kreisklasse herauskam, war praktisch nicht zu verhindern.
Stephan Klein








