03.09.2019

Blau-Weiß Dahlewitz: Nächste Runde, nächster Schritt

HVB-Pokal: SVBW zieht als einziges Handballmännerteam der Region in den zweiten Durchgang ein – jetzt kommen Hochkaräter.

Das Fazit, das Kai Müller-Schade nach dem Pokal-Härtetest im Süden des Landes zog, war eine Mischung aus zufriedenem Resümee und erwartungsvollem Ausblick. „Die Freude über unser Weiterkommen war sehr groß“, sagte der Coach des Handball-Verbandsligisten SV Blau-Weiß Dahlewitz, „für uns war es auch deshalb ein wichtiger Erfolg, weil wir in der nächsten Runde zu Hause ein Handballfest gegen den Oberligisten Grünheider SV und den Brandenburgligisten Lübbenauer SV feiern dürfen.“ Klangvolle sportliche Zukunftsmusik: Am 6. Oktober werden die beiden Hochkaräter zu Gast beim SV Blau-Weiß sein, nachdem der Männer-Verbandsligist am vergangenen Wochenende als einzige Vertretung aus der Dahme-Fläming-Region in die zweite Runde des Vereins-Cups eingezogen war.

In Herzberg setzte sich Dahlewitz in der Süd-Gruppe 4 zunächst gegen den TSV Germania Massen (25:16, Landesliga Süd) und im Endspiel den SC Trebbin (Brandenburgliga, 24:14) durch, der in der Vorschlussrunde Gastgeber SV Herzberg (Landesliga Süd) bezwungen hatte (20:15). In der südbrandenburgischen 9000-Einwohner-Stadt war Dahlewitz mit einem breiten, guten Kader angetreten – im Gegensatz beispielsweise zum Lokalrivalen SC Trebbin.

Benjamin Stollin, SCT-Spielertrainer, übte harsche Kritik am Cup-Wettbewerb, der zwar in dieser Saison nach einer neuerlichen Reform in einem überarbeiteten Modus ausgetragen, von manch einem aber weiter als lästige Pflicht angesehen wird. „Der Landespokal ist mit seinem aktuellen Prozedere aus unserer Sicht eine Farce“, sagt Benjamin Stollin, der vor Kurzem das Traineramt von Sven Keck (jetzt Ludwigsfelde) übernommen hatte, „bei unserem schmalen Kader ist die Verletzungsgefahr groß.“

Die Chancen, im Wettbewerb erfolgreich zu sein, sind dagegen nur gering. Wir sind zur ersten Runde nur in Minimalbesetzung mit sechs Feldspielern und zwei Torhütern angereist. Für uns waren es Testspiele.“ Dahlewitz habe „verdient gewonnen“, räumte der Trebbiner ein und stellte klar: „Allzu traurig sind wir allerdings auch nicht über unser Ausscheiden, denn die nächste Runde findet Anfang Oktober in den Herbstferien statt. Da haben viele unserer Spieler planmäßig Urlaub. Als Gastgeber der zweiten Runde hätten wir große personelle Probleme bekommen, und dies wäre auch nicht so schön.“

Kai Müller-Schade dagegen kann dem Pokal-Wettbewerb, bei dem sein Team nicht nur die nächste Runde, sondern auch den nächsten Entwicklungsschritt gemacht hat, viel Positives abgewinnen. „Wir konnten alle 14 Spieler einsetzen sowie Stammkräfte schonen. Im zweiten Spiel gegen Trebbin haben wir die vollen 40 Minuten unsere trainierten Ansätze konsequent durchgespielt. Der HVB-Pokal wird von Vertretern oft als Vorbereitungsturnier gesehen.“ Auch Blau-Weiß-Routinier Daniel Werner sagt: „Es war eine gute Gelegenheit, noch einmal Abläufe einzuüben und sich weiter zu finden. Das ist uns gelungen, und das Ergebnis war das i-Tüpfelchen.“

Am kommenden Sonnabend folgt nun für den SV Blau-Weiß der Ligastart in der Staffel Süd bei der HSG Schlaubetal-Odervorland (Anpfiff: 18 Uhr). Zurückgekehrt ins Blau-Weiß-Ensemble ist dagegen mit Bert Bräuer ein Spieler, der lange Zeit den Handball in Dahlewitz mitprägte. „Es ist uns gelungen ihn zu aktivieren, so dass Bert nun wieder aktiv in das Geschehen eingreift“, freut sich Kai Müller-Schade. „Er hat bereits am vergangenen Wochenende gezeigt, dass er uns nicht nur handballerisch, sondern auch moralisch sofort weiterhelfen kann. Die weiteren hochkarätigen Zugänge werden sich erst am Mittwoch klären. Mit diesen Spielern werden wir um den Aufstieg spielen, ohne diese Spieler spielen wir zwischen den Plätzen drei und sechs.“

Link zum Originalbeitrag des Sportbuzzers

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