13.02.2014

Weingärtner tritt zurück

Die Entscheidung fiel vor ein paar Tagen, da zog Alf Weingärtner einen Schlussstrich und wenig später informierte er die Handball-Abteilungsleitung und die Mannschaft von seinem Rücktritt. „Ich habe mein Amt offiziell niedergelegt“, sagt Weingärtner zu seinem Abschied als Trainer des Handball-Verbandsligisten SV Blau-Weiß Dahlewitz. „Ich muss eingestehen, dass ich einen Teil der Mannschaft nicht mehr erreicht habe. Dazu kamen unterschiedliche Auffassungen von der Trainingsgestaltung.“

Bei Verbandsliga-Zehnten SV Blau-Weiß wird man nun mit einer Interimslösung die Lücke auf der Trainerbank schließen, die Weingärtner hinterlässt – er hatte das Amt zu Saisonbeginn übernommen. „Die bisherigen Co-Trainer Gunnar Eggen und Jörg Schobelt werden die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen“, sagt Dirk Ernemann, Handball-Abteilungsleiter beim SV Blau-Weiß und Weingärtners Vorgänger als Coach des ersten Männerteams. „Perspektivisch müssen wir auch die Trainerfrage für die kommende Saison klären, aber wir werden erst einmal abwarten, wie sich die Lage am Ende der Spielzeit darstellt.“

Sportlich ist die aktuelle Lage durchaus ernst: Der SV Blau-Weiß ist nach einer Serie von vier Niederlagen in Folge tief in den Tabellenkeller der Verbandsliga Süd gerutscht. In den letzten sechs Partien gelang dem Team aus dem Norden des Altkreises Zossen nur ein Sieg (gegen die BSG Stahl Eisenhüttenstadt, 27:19).

Bereits am Sonnabend steht für den SV Blau-Weiß ein extrem wichtiges Spiel auf dem Programm: Der Drittletzte aus Dahlewitz tritt beim Tabellenschlusslicht HV Calau an. „Ein Sieg ist für uns ein absolutes Muss. Gewinnen wir, vergrößern wir den Abstand auf Calau, dass ist fast schon mehr als ein Vier-Punkte-Spiel“, meint Ernemann.

Acht Spieltage vor dem Saisonende schwebt Blau-Weiß in akuter Abstiegsgefahr – zwei Teams steigen in die Landesliga ab. „Es geht jetzt nur noch darum, den Klassenerhalt zu schaffen und den drohenden Abstieg in die Landesliga zu verhindern. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen“, sagt Ernemann, „wir haben noch acht Spiele. Wir müssen gegen die direkten Konkurrenten punkten. Ich denke, wir benötigen noch sechs bis acht Zähler, um den Klassenerhalt zu schaffen.“

Artikel der MAZ, veröffentlicht: Mittwoch, 12.02.2014 von Max Conrad
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