27.11.2011
SV Blau-Weiß Dahlewitz – MTV Wünsdorf 27:30
Mit viel Vorfreude hieß es am Sonntagnachmittag “DERBYZEIT”. Überraschend war, dass wir als Heimmannschaft später kamen als unsere Gäste aus Wünsdorf. Nein, wir waren um 14:45 Uhr nicht zu spät, Wünsdorf war scheinbar doch mehr aufgeregt als sie es gerne zugeben. Nun gut, nach netter Begrüßung stellten wir wieder einmal fest, dass für keinen wirklich überraschend der Kader der Spielgemeinschaft Lichtenrade/Wünsdorf rappelvoll war, wir verweisen hier für den interessierten Leser auf den Artikel der Internetseite www.wuensdorfer-Wolfe.de als Vorankündigung 2 Tage vor dem Spiel Zitat: “Die Ausgangslage seiner Schützlinge verbessert sich noch durch die Wünsdorfer Ausfälle Jan-Eike Albrecht (Fußverletzung) und Dennis Haupt (Knieverletzung). Außerdem werden dem MTV Daniel Hofmann, Alex Wulff, Marc Heitzmann und Wolfran Schroff fehlen”.
Wunder, oh Wunder mit Albrecht, Haupt und Wulff standen gleich drei Spieler wieder auf dem Spielbericht und zwei davon konnten sogar fast durchspielen, immerhin schaffte Haupt trotz Knieverletzung 12 Treffer, Wahnsinn, dieser “geniale” und an Pfiffigkeit kaum zu überbietende Schachzug ging wie in den letzten Jahren voll auf. Man wusste also schon vorher, wieviel Respekt die Wünsdorfer vor uns hatten. Auch die sparsame Begrüßung von Cheftrainer Buchholz zeigte eine klare Sprache. Wir waren optimistisch, gut drauf mit keinen Verletzten, bzw. nur diejenigen die im Vorbericht benannt wurden, waren auch wirklich krank.
Das Spiel
Es entwickelte sich von Anfang an ein Spiel zweier absolut gleichwertiger Mannschaften. Wünsdorf spielte, ebenso wie wir, mit ihren Topkräften, niemand wurde geschont oder ein Gang wurde zurückgelegt. Die erste Halbzeit verlief in den ersten 15 Minuten nach dem Prinzip “mal führen wir, mal führt ihr”. Bis zum Stande von 7:7 gab es zwei Möglichkeiten, entweder wir setzten uns auf zwei Tore ab, was uns aber nicht gelang, oder Wünsdorf zog an uns vorbei mit 8:11. Bis zur Halbzeit kämpften wir uns wieder auf 13:14 heran. In der ersten Halbzeit arbeitete unsere Abwehr stark offensiv ausgelegt, mit einem gut aufgelegten Stefan Bombich im Tor. Auch in der Zeitstrafenwertung lag Wünsdorf in der ersten Halbzeit mit 4:2 vorn. Einen echten Aufreger gab es knapp 90 Sekunden vor Ende der Halbzeit, als Ulf Moritz im Tempospiel nach vorne an der Mittellinie vom Wünsdorfer Tim Waldenmaier tölpelhaft (wir wollen hier keine Absicht unterstellen) seitlich einfach umgehauen wird, Ulf konnte ihn nicht sehen und Waldenmaier ging das bewusste Risiko einer schweren Verletzung ein. Im Grunde eine klare Entscheidung oder auch nicht, es gab sehr zur Freude der Wünsdorfer Fangemeinde nur eine 2 Minuten Zeitstrafe gegen Wünsdorf. Aber nun gut, eigentlich ist es ja eine Wünsdorfer Grundfunktion über die Schiedsrichter zu nörgeln, wenn man verliert oder es schlecht läuft, aber liebe Schiedrichter, nach 3 kommt 4 und ab 4 pfeift man ab. Also man muss schon blind oder Zahlenlegastheniker sein, um die sich jeden Angriff wiederholenden Schrittfehler nicht zu sehen.
Trotz dieser kleineren Schönheitsfehler eine prima erste Halbzeit vor einer tollen Kulisse. Wünsdorf führte mit einem Tor und war wirklich ein gleichwertiger Gegner.
Die zweite Halbzeit ging 9:6 an uns, was die Zeitstrafen anging. Das Spiel wurde intensiver, enger und künstlerisch wertvoller. Wünsdorf gelang es zu Beginn der zweiten Halbbzeit, auf 17:14 davon zuziehen. Dies sollte auch der Abstand während der zweiten 30 Minuten bleiben, mal lagen die Wünsdorfer 4 vor (21:17), dann holten wir wieder etwas auf (22:20). Auch eine dreifache Unterzahl in der 48. Minute unsererseits und eine doppelte auf Wünsdorfer in 32. Minute konnte keine Mannschaft wirklich nutzen. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen können, ist die mangelnde Torausbeute in den entscheidenden Phasen, 3 verworfene Siebenmeter und 4 -5 hundertprozentige, die vergeben wurden, gaben am Ende den Ausschlag.
Fazit: Wünsdorf muss schon ordentlich kämpfen, um dann auch die Punkte mitzunehmen, wir spielen 60 Minuten auf Augenhöhe mit einer Mannschaft die im Durchschnitt 8 Jahre jünger ist, sehr gute Einzelspieler hat und im vierten Anlauf endlich aufsteigen muss. Wir sind zurück und ich sage das als Kampfansage an alle, die uns schon abgeschrieben haben. Eine tolle sportliche Leistung meiner Mannschaft, die sich und allen anderen bewiesen hat, das es auch anders geht, toll gekämpft, spielerisch überzeugt und sich als eine Einheit präsentiert.
Im Nachgang ist noch zu melden, dass sich Gunar Krause ohne Fremdeinwirkung die Schulter ausgekugelt hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Gute Besserung auf diesem Weg!!
Dirk Ernemann







