22.10.2011

Pokal:
Zellendorfer SV – Spgm. Dahlewitz/Rangsdorf 4:2

Pokalviertelfinale: Tag der Kuriositäten – wenn’s kommt, dann kommst richtig

Zuvor ich zu den Kuriositäten komme, will ich etwas zum Spiel schreiben. Nachdem wir in der Liga oben mitspielen, kam es nun zum ersten richtigen wichtigen Spiel der Saison. Um weiter vom Kreispokalfinale träumen zu können musste ein Sieg her. Dementsprechend motiviert, aber leider auch ersatzgeschwächt (später dazu mehr) fuhren wir nach Jüterbog zur Spgm. Zellendorf/Jüterbog. Es ist die längste Reise der Saison für die Mannschaft.

Nun zum Spiel an sich:
Die Mannschaft war voll und ganz bis in die Haarspitzen motiviert und wollte unbedingt auf Sieg setzen. Jedoch nach drei Fehlendscheidungen in Folge zu Gunsten der Heimmannschaft waren wir einer weniger (Erklärung später).
Es wurde munter auf beide Tore gespielt, wobei jedoch der Gastgeber nicht wirklich zwingende Chancen für sich verbuchen konnte, eher wir. Ein Abstimmungsfehler in der Dahlewitz-Rangsdorfer Abwehr brachte den Gegner in Front. Rechts neben unserem 16er befanden sich bei dieser Aktion der rechte Verteidiger, der Libero, der Vorstopper, der rechte Mittelfeldspieler und der defensive Mittelfeldspieler und keiner kann die Hereingabe des Gegners verhindern. Durch diese extreme Verschiebung musste sich auch Raven von seiner Position als linker Verteidiger in die Mitte verschieben und eigentlich musste sich Marvin auf seine Position fallen lassen. Hier entstand nun der zweite Fehler, denn Marvin dachte, dass Raven jetzt nun dem ihm zugeordneten Mann doch deckt und lässt sich nur Alibi mäßig zurückfallen. Raven rechnet mit Marvin in seinem Rücken, jedoch dort steht nur der Gegner und kann den Ball ohne Bedrängnis annehmen und an Steffen vorbei ins lange Eck schieben. Rückstand. Bemerkenswert nach diesem Rückstand war es, dass die Mannschaft danach deutlich stabiler Stand, nicht so wie in den bisherigen Saisonspielen. Bis zur Halbzeit spielten wir uns noch zahlreiche Chancen heraus, jedoch verstolperten wir sie oder suchten zu spät den nächsten freien Spieler bzw. schlossen den Angriff zu spät ab. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Wir hätten zu diesem Zeitpunkt durchaus schon 2 oder 3 Tore haben müssen. Der Mannschaft war anzusehen, dass sie wusste, dass sie dem Gegner eigentlich deutlich überlegen sind und ihm das nun auch spüren lassen.
Dementsprechend motiviert starteten wir in Halbzeit zwei. Auch hier waren wieder das Glück und auch der Schiedsrichter (Ausführungen später) auf der falschen Seite. Jedoch ließen wir nicht nach und setzten den Gegner unter Druck und kamen immer wieder zu guten Möglichkeiten. Dann die Erlösung: Raven holte sich den Ball am eigenen 16er, trieb ihn bis zur Mittellinie, dort spielte er Dennis an und dieser in seiner unwiderstehlichen Art tankte er sich bis zur Grundlinie durch und drang in den Strafraum ein. Dort sieht er den mitgelaufenen Raven und dieser kann mit Übersicht den Ball ins lange Eck einnetzen. Leider mussten wir mehr und mehr das ruppige Spiel des Gegners annehmen, um im Spiel zu bleiben, jedoch im Gegensatz zum Gegner kassierten wir die Karten. Die letzte Chance in der regulären Spielzeit hatte Nico, nachdem er von Marvin schön geschickt worden war. Er spielte souverän den Keeper aus aber setzte leider seinen Schuss ans Außennetz.
Dann ging es in die Verlängerung. Wir setzten weiter auf unser zweites Tor und waren klar die bessere Mannschaft. Jedoch wurden wir nicht mehr mit einem Tor belohnt.

Also rein ins Elfmeterschießen. Nun hieß es fünf Schützen bestimmen. Jedoch hatten wir 7 im engeren Kreis zur Auswahl. Somit entschied ich mich als Trainer für folgende Reihenfolge: Lars, Olli, Dennis, Tony und Nico. Dann sollten Raven und Marvin folgen. Der Gegner konnte beginnen, Tor. Lars an der Reihe, drüber. Gegner, leider drin. Olli, sicher. Gegner, Tor. Dennis, souverän. Gegner, Steffen hält, Jubel. Tony, Unterlatte, Hacke des Keepers, leider daneben. Gegner, wir haben verloren.
Endstand 5:3 für Zellendorf/Jüterbog, nicht wie bei Fußball.de steht 4:2. Wechsel: -
Kuriositäten/Fazit: Danke erst einmal an Noah wiederum für sein Verständnis, dass er nicht spielen konnte, dafür beginnt er nächste Woche.

Nun zudem was den Tag geprägt hatte. Dass wir so wenig waren war nicht geplant. Briese fehlte, da er die ärztliche Feuerwehruntersuchung zum Hauptmann ablegen musste, dies war lange vorher bekannt, er hat bestanden, Glückwunsch. Vinc entschied sich, weil er noch enttäuscht von letzter Woche war dazu, dass er sich lieber mit seinen Kumpels treffen will anstatt zum Spiel zu kommen, ein bisschen unverständlich. Und zudem fiel auch noch kurzfristig Björn aus, da er in der Nacht zuvor einen Todesfall in der Familie hatte, hier noch einmal von uns allen unser Beileid – er wird auch nächste Woche fehlen.
Nun zum Spiel der Kuriositäten. Wir waren um 12.10 Uhr auf dem Sportplatz in Jüterbog. Kein Spieler, Trainer und Schiedsrichter zu sehen. Nach einigen hin und her bekommen wir vom Mädchentrainer endlich eine Kabine zugewiesen. Um 12.30 Uhr begann man endlich ein Spielformular zu suchen, mir stellte sich der Trainer nun auch endlich vor, im Nachhinein war es nur ein Betreuer, auch nicht schlecht. Immer noch keine Spur vom Schiedsrichter. Wir machten uns zu Ende warm und schwören uns auf das Spiel ein. Da ein Pfiff, doch endlich ein Schiedsrichter. Er stellte sich bei keinem Verantwortlichen unserer Mannschaft vor und selbst unserem Kapitän nannte er nur sehr nuschelnd seinen Namen, aber keinen Verein für den er spielte.

Dann begann das Spiel. Zwei Ecken für uns nicht gegeben, obwohl der Gegner durch seinen Rückzug zum eigenen 16ner eindeutig zeigte. Ich blieb erstaunlicher Weise ruhig. Dann die Aktion seit dem wir nun einer weniger waren. Wiederum ein Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Dennis trieb den Ball und der Gegner blockte ihn weg und setzte dabei leicht den Ellenbogen ein, jedoch entschied der Schiri zugunsten des Gegners auf Freistoß gegen uns. Ich meckerte kurz und winkte ab. Daraufhin kam der Schiedsrichter auf mich zu und verwies mich des Feldes. Ich weiß bis heute nicht wie der Schiedsrichter heißt. Denn auf meine Frage wie er heißt sagte er nur, dass geht mich nichts an, ich werde es nach dem Spiel erfahren, auch wer sein Heimverein ist erfahre ich später, habe ich beides nicht erfahren. Ich bin selber Schiedsrichter und finde so ein verhalten unmöglich. Ich beugte mich seinem Willen. Dann ging es weiter. Der Schiedsrichter pfiff Vorteil für uns stets ab, wenn wir daraus gute Möglichkeiten hätten heraus spielen können und pfiff nicht, wenn wir gleich den Ball verloren.

Dann ging es weiter in der zweiten Halbzeit. Vor den Augen des Schiris konnte und durfte mich das gegnerische Trainergespann beleidigen, ohne vom Ihm ermahnt zu werden – sehr komisch. Kurz vor unserem Ausgleich wird Raven fast brutal vom Gegner attackiert, dieser schlug ihn mit dem Ellenbogen genau auf die Brust, und Raven bleibt am Boden liegen. Obwohl das Spielgeschehen in der Nähe war und Raven fast mehrfach vom Ball getroffen wurde, unterbrach der Schiedsrichter das Spiel nicht. Auch unsere Bemühungen den Ball ins Aus zu schlagen schlugen fehl, denn der Gegner hielt den Ball immer im Spiel. Dann gelang es. Ich durfte das Spielfeld nicht betreten, also gingen unsere Spielermütter. Wie sich raus stellte bekam Raven kaum noch Luft und kollabierte fast. Er kam etwa 5 Minuten später wieder auf die Beine und kurz darauf zum Glück wieder ins Spiel. Dann die wohl komischste Entscheidung des Spiels. Beim Elfmeterschießen durften nur die 5 Schützen in den Halbkreis, alle anderen Spieler mussten das Spielfeld verlassen. Diese Regelauslegung ist mir völlig neu.
Nach dem Spiel erklärte mir der Schiedsrichter, nachdem ich ihn ca. 35 Minuten gesucht hatte, dass er bis vor kurzem noch im Land gepfiffen habe und er schon seit 12 Uhr auf dem Platz sei, aber das es meine Schuld ist, wenn ich ihn nicht suchen gehe.
Naja, dazu soll sich jeder, der dies gelesen hat, mal seine Meinung bilden.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass war die beste Saisonleistung. Leider konnten wir sie nicht mit einem positiven Ende küren.

A. Schmidt
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