19.06.2011

Jesus Trick – als er übers Wasser lief

Familienausflug Störitzland (Foto. N. Neubauer)

Familienausflug Störitzland (Foto. N. Neubauer)

Gleich mal vorweg: Wir wissen jetzt Bescheid!
Aber bleiben wir mal am Anfang dieses tollen Wochenendes. Lange vorbereitet und heiß erwartet starteten 18 Volleyballer und ihre Partner am 17. Juni in das Camp “Störitzland”. Da die Wettervorhersagen alles andere als günstig für Outdoor-Veranstaltungen waren, wurden neben Bettwäsche, Sportzeug, Volleybällen, Musik, einer guten Auswahl von Getränken und Knabbereien, Kaffeemaschine, Axt, Decken, Klappstühlen auch wetterfeste Kleidung eingepackt. Das war auf jeden Fall richtig, denn wenn man sie einpackt, braucht man sie gar nicht. So erwartete uns bei der Ankunft am Störitzsee strahlender Sonnenschein, der auch die kommenden Tage anhalten sollte.

Sofort wurde nach Bezug der Zimmer gebadet. Als Nora, Kerstin und Benno auf einem Ponton saßen, sahen sie, wie Siggi völlig relaxt übers Wasser zum Ufer lief. Verblüfft staunten die drei, denn so etwas war bisher nur von Jesus bekannt. Eine genauere Begutachtung zeigte, dass der Steg knapp unter der Wasseroberfläche lag und es nur so schien, als wenn Siggi übers Wasser laufen würde. So wird es wohl Jesus auch gemacht haben, nur hat es damals keiner gemerkt.

Der erste Abend wurde traditionell mit einem Lagerfeuer eingeläutet. Vorher fanden aber noch einige Volleyballspiele statt. Am Samstag stand zuerst Bogenschießen auf dem Plan. Zwar gab es nur Kinderbögen, aber für uns Frauen und das erste Mal war es ausreichend. Wilhelm Tells Apfel hätten aber Enrico und Evy’s Mann auf jeden Fall getroffen. Nachmittags wurden zwei kräftige Braune vor einen Kremser gespannt und ab ging es durch einen wunderschönen Gosener Forst. Bei Klopfern, Kaffee, Pfandkuchen und kurzweiligen Wortspielen vergingen die drei Stunden wie im „Galopp“. Danach war Bewegung bei Volleyball und Schwimmen unbedingt erforderlich, denn der Grill wartete ja auch schon. Entgegen dreijähriger Tradition zogen wir uns dann zu unserem abgelegenen Quartier zurück, gruben die Klappstühle aus, holten Getränke herbei und machten es uns gemütlich. Thomas fuhr sein Auto etwas näher, damit wir die Musik besser hören konnten und es dauerte nicht lange und das Tanzbein wurde geschwungen. Nach dem Abschlusstitel von AC/DC wurde – nun wieder ganz der Tradition folgend – ein mitternächtliches Bad genommen. Den Jesustrick kennend, gab es auf einmal einige Jesüsse und Marien, die kichernd übers Wasser liefen. Am Kopf angebrachte Blinkeherzen ermöglichten die Orientierung für die mitgekommenen Retter, wo die Wasserratten waren und diese wiederum konnten sich gut orientieren, wo das Ufer war. So kamen alle vollzählig wieder bei der Unterkunft an. Bis in die frühen Morgenstunden wurde dann das ein oder andere Thema noch freundlich diskutiert, bis man sich entschied, doch ein kleines kurzgefasstes Nickerchen bis zum Frühstück um 8:00 Uhr einzulegen. Wie immer waren alle pünktlich beim Essenfassen und ebenso zuverlässig beim Bude räumen.

Für das nächste Jahr wurde ein neuer Plan geschmiedet: Es soll hoch hinaus gehen! Auf ein Neues!

Kerstin Neubauer
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