27.03.2011

MSV Zossen – SV Blau-Weiß Dahlewitz 4:5

Siegtreffer in der letzten Minute

In der Rückrunde auswärts weiterhin ungeschlagen.

Vor dem Spiel war klar, wenn man gegen Zossen verlieren würde, wäre das Ziel Klassenerhalt schon jetzt unerreichbar gewesen. Am Ende gewannen die Blau-Weißen glücklich in der letzten Spielminute.

Zum ersten Mal im Jahr 2011 stand René Wählte auf dem Platz. Zudem gab Michél Schubert sein Comeback in der Startaufstellung. Krankheits- und Verletzungsbedingt fehlten Tino Guttzeit und Silvio Sauerwald, sowie Kevin Schiebeck, der das Wochenende mit seiner Freundin in der Hauptstadt Italiens verbrachte. Mit einem Kader von 13 Mann sollte der 2. Auswärtssieg in dieser Saison erreicht werden.

Die ersten Minuten waren bei Dahlewitz reichlich von Unordnung geprägt. Die Umstellung auf eine eigene, zum ersten Mal in der Rückrunde, 2-Stürmer Strategie sowie der agile Sportskamerad Jan Freier von Zossen trugen in der Anfangsphase nicht zu einem ruhigen Spielaufbau bei. Erst nach ca. 5 Minuten brachte man eine halbwegs erkennbare Systematik ins eigene Spiel.

Mit der ersten Dahlewitzer Chance gelang Martin Beyendorf das 1:0. Vorausgegangen war dabei eine tolle Einzelleistung und eine gute Flanke von Michél Schubert, sowie durch Marcel Hulke, der den Ball mit dem Kopf noch knapp striff, dadurch aber eine entscheidende Richtungsänderung gab.

Die Zossener Spieler zeigten sich jedoch wenig beeindruckt von dem Treffer und versuchten ihrerseits mit flachen Pässen in die Spitze zu Torchancen zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer wurden sie auch spielbestimmender und kamen folgegerecht zum bis dato verdienten Ausgleich. Wenig geschockt vom Gegentor, erzielte Marcel Hulke die erneute Führung für Dahlewitz zum 2:1. Anschließend stellten jedoch die Dahlewitzer das Fußballspielen ein und gaben das Zepter unverständlicherweise wieder aus der Hand. Zossen widerum zeigte Moral, gewann viele wichtige Zweikämpfe und erzielte noch vor der Halbzeit verdient 2 Tore. So ging es mit 2:3 in die Kabine.

Fotogalerie vom Spiel gegen Wildau (Foto: F. Mattuschka)

In die Halbzeitansprache wurde vom Trainerduo kurz noch mal die schon vor dem Spiel erörterte Ausgangslage angesprochen. Des Weiteren wurde kritisch auf den negativen Umgangston untereinander auf dem Platz hingewiesen, der u.a. bis zu diesem Zeitpunkt ein Faktor für die schlechte Leistung gewesen ist.

Prompt nach dem Wiederanpfiff verflogen die positiven Gesichtszüge bei den Gastgebern. Nach schöner Kombination im Dahlewitzer Mittelfeld versuchte Frank Noderer aus zentraler Position, ca. 20 Meter vor dem Tor, zu schießen. Gott sei Dank versuchte er es mit seinem schwachen Fuß, so dass es nur zu einem Pass reichte. Dieser fand den Weg zum freistehenden René Böhm, der mit Hilfe des Zossener Torwarts den 3:3 Ausgleich erzielte. Leider gab man danach wieder das Spiel aus der Hand, bedingt durch viele unnötige Fehlpässe im defensiven Aufbauspiel. Das 4. Tor der Zossener Mannschaft war gleichzeitig der schönste Treffer des Spiels. Fast von der Auslinie, Höhe des Strafraums, fand eine straff geschossene Flanke den Weg in den Dahlewitzer Kasten.

Zum Glück war dieser Gegentreffer ein Weckruf für die Blau-Weißen. Wahrscheinlich hatte ab diesem Zeitpunkt jeder begriffen, worum es in diesem Spiel ging. In den letzten 15 Minuten waren oftmals Fouls die letzte Möglichkeit der Gastgeber. Einen darausfolgenden Freistoß verwertete der aufgerückte René Wählte mit seinem Oberschenkel zum erneuten Ausgleich. Ab da an wussten auch die mitgereisten Fans, warum man ihn scherzlich “Oderbomber” nennt.

In den letzten Minuten der regulären Spielzeit war die Partie weiterhin von einem hohen Tempo geprägt, nennswerte Chancen sprangen dabei allerdings für unsere Mannschaft aber auch für die Gastgeber nicht heraus. Wo alle schon mit einem Unentschieden rechneteten, machte plötzlich die Zossener Hintermannschaft ihre Abwehr auf. Dies bot in der 92. Minute den Platz, den Michél Schubert benötigte, um mit den Ball von der eigenen Häfte aus, nach Vorarbeit von Alexander Wild, zum gegnerischen Tor zu starten. Der Zossener Torwart parierte den anschließenden schwachen Schuss, stellte sich dabei zugleich so seltsam an, dass Michél den Nachschuss zum viel umjubelten Siegtreffer doch noch einnetzen konnte. Die Jubelschreie waren wahrscheinlich noch bis zu Schobi’s Sportgaststätte zu hören.

Fazit

Alles andere als typisch italienisch (wie man in Motzen agierte), war dieses Dahlewitzer Spiel. 5 Tore hatte man schon lang nicht mehr erzielt. Am Ende gewann man aufgrund des späten Siegtreffers diese für die Moral so wichtige Partie. Es hätte allerdings genauso gut andersrum ausgehen können. Das nötige Glück hatte man sich aber dank der 2. Halbzeit erarbeitet. Stark war vor allem die letzten 20 Minuten von Frank Noderer. Da zeigt sich, was Konditionstraining so ausmacht.

Dessen ungeachtet waren die 4 Tore wieder zu leicht durch unkonzentriertes Abwehrverhalten dem Gegner geschenkt geschenkt worden. Hier muss man in den nächsten Trainingseinheiten ansetzen, damit man auch die kommenden Spiele erfolgreich gestalten kann.

Aufgebot

Wendland, Wählte, Krüger, Wild, Beyendorf, Rehdes, Wilde (Risse), Hulke, Schubert (Jaenicke), Böhm

R.Böhm
Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:
  • Logo Krüger KFZ-Landtechnik
  • Berliner Fughäfen
  • Logo 3djs
  • Logo Die Schattenecke