16.01.2011

SV Blau-Weiß Dahlewitz – HSG Schlaubetal 29:28

Wie bereits im Vorbericht angekündigt erwartete unsere 1. Männermannschaft am vergangenen Wochenende ein richtiger Brocken zum Rückrundenstart, die HSG Schlaubetal, bis zu diesem Zeitpunkt souveräner Tabellenführer mit lediglich zwei Minuspunkten (Hinspielniederlage am 1. Spieltag gegen uns). Schlaubetal mit ihrer Bestbesetzung, wir auf jeden Fall mit 14 Spielern auf dem Papier, Ulf Moritz (Grippe) und Michael Pfeiffer (Sperre) fehlten als Aktive an diesem Wochenende.

Von Beginn an entwickelte sich ein gutes und extrem kampfbetontes Spitzenspiel und jeder der fast 170 Zuschauer sah das es hier um mehr als nur zwei Punkte ging. Für uns war die Situation klar, nach den unnötig liegen gelassenen Punkten in Lübbenau und gegen Luckenwalde wollten wir gegen unsere direkten Mitbewerber um den Aufstieg gewinnen, um uns weiterhin eine Chance zu erhalten. Die erste Halbzeit ist schnell erklärt, bis zur 20. Minute führten die Gäste immer wieder mit maximal zwei Toren und wir glichen aus. In der 22. Minute gelang uns erstmals eine 2-Tore Führung, welche aber bis zur Halbzeit beim Stand von 14:14 wieder verspielt war. In der Halbzeitpause wurden die Schwachpunkte angesprochen, mangelnde Chancenverwertung und teilweise fehlende Absprache in der Abwehr, in zu vielen einfachen Situationen konnten die Schlaubetaler ungehindert durch unsere Deckung. Zu diesem Zeitpunkt merkte man das Fehlen unserer beiden Abwehrstrategen Ulf und Michael. Mario Neitzel (Abwehrchef in Vertretung) und Matthias Lenk (stellvertretender Abwehrchef) mühten sich im Verband redlich.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich, Schlaubetal führte konstant bis zur 48 Minute mit 1–2 Toren, trotz der Tatsache, dass wir von der 33. bis zur 45. Minute sage und schreibe sechs 2 Minuten Zeitstrafen erhielten, in dieser Zeit zweimal in doppelter Unterzahl spielten. Schlaubetal nahm diese Geschenke nicht an und schaffte es gegen unsere Rumpfabwehr nicht, deutlicher zu führen. Wäre dies der Fall gewesen, wäre es sicherlich für uns sehr schwierig geworden wieder heranzukommen. So gelang es uns, das Spiel weiter offen zu gestalten. Ab der 42. Minute stand nunmehr Stefan Bombich im Tor, der Torsten Schulze ablöste (starke Leistung in der ersten Halbzeit). Die Abwehr agierte aus einer stabilen 6:0 Deckung und ließ immer weniger zu. Ab der 48. Minute wurde es dann richtig spannend. Erstmals gingen wir wieder in Führung und verspielten diese dann gleich wieder. Sechs Minuten vor Schluss führte Schlaubetal mit 27:25 und sah schon wie der Sieger aus. Doch plötzlich flogen zwei Schlaubetaler Spieler innerhalb von 20 Sekunden für 2 Minuten vom Platz. Diese Situation nutzten wir dann auch zu einer 28:27 Führung vier Minuten vor Schluss. Schlaubetal glich noch einmal aus, nachdem wir zweimal die Möglichkeit vergaben, ein Tor nachzulegen. Zwanzig Sekunden vor Schluss gingen wir mit 29:28 in Führung und konnten diesen Vorsprung bis zur Schlusssirene auch verteidigen.

Fazit:

Wir haben nicht gewonnen, weil Schlaubetal zu viele Fehler gemacht hat, wir haben dieses Spiel gewonnen, weil wir uns trotz diverser Umstände nicht haben verunsichern lassen. Wir haben Moral, Disziplin und Kampfgeist bewiesen und letztendlich an diesem Tage Schlaubetal zum zweiten Mal in dieser Saison mit spielerischen Mitteln verdient geschlagen. Schlaubetal hat seinen Anspruch auf den Aufstieg trotz der Niederlage genauso deutlich unterstrichen wie wir und das haben auch einige unserer Konkurrenten an diesem Tage gesehen. Die nächsten Wochen werden also richtig spannend, zumal alle vier Aspiranten in den nächsten drei Wochen aufeinander treffen.

D. Ernemann
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